H030 Neue Musik? Tango? beides. Immer wieder.

Im Gespräch mit Iris Lichtinger (Augsburg), Kuratorin, Musikerin – über Lust und Liebe zur neuen Musik.

https://www.irislichtinger.com/


Nie wieder Neue Musik? „Ist da  etwas dran?“  frage ich ich mich, Euch,  ins Publikum hinein. Es wird widerlegt werden…Horch! 030

Auch außerhalb der Gesprächsrunde interessant zu erfahren und nachzustöbern:

QuerKlang. Experimentelles Komponieren in der Schule

Die Schülerinnen und Schüler erleben sich selbst als KomponistInnen, die – außerhalb des Kriteriums von “schöner” und “hässlicher” Musik – musikalische Prozesse erfinden, beurteilen, modifizieren und schließlich gemeinsam öffentlich aufführen.

http://www.querklang.eu/

netzwerk junge ohrenDie Musikvermittlung ist erwachsen geworden | Ausgabe: 9/17 | nmz – neue musikzeitung

https://www.nmz.de/artikel/die-musikvermittlung-ist-erwachsen-geworden

Kuriose Absichten!

Plan der Deutschen Bahn: Atonale Musik als Waffe gegen Junkies? Eine Frechheit! – WELT

https://www.welt.de/kultur/article181266132/Plan-der-Deutschen-Bahn-Atonale-Musik-als-Waffe-gegen-Junkies-Eine-Frechheit.html

Neue Musik – die Bandbreite machts aus…

Lexikon Neue Musik , Jörn Peter Hiekel ∙ Christian Utz (Hrsg.)

https://link.springer.com/content/pdf/bfm%3A978-3-476-05624-5%2F1.pdf


Photo by Simon Noh on Unsplash

H029 Nuove Musici

Monteverdi und Harnoncourt    Caccini und Berio

Zeiten des Umbruchs 1600 und Italienisches Madrigal der alten Schule und Seconda Practica

Vokalpolyphonie 

Josquin des Prez, Ave Maria (virgo serena, motet) 

Orlando Di Lasso, Salve Regina 

Im 15. und 16. Jahrhundert galt die frankoflämische Vokalpolyphonie als führender Musikstil in vielen europäischen Regionen. Es entstand eine Vielzahl von Messen und Motetten in kunstvoller Mehrstimmigkeit, meist unter Anwendung gelehrter kontrapunktischer Strukturen. Im Mittelpunkt stand weniger das vertonte Wort, sondern die Komplexität der Musik.

versus Monodie “stile nuovo” oder auch “seconda pratica” – 

Erst Doppelmörder, dann Kirchenkomponist: Carlo Gesualdo 

Monteverdi: Cruda Amarilli (5th madrigal book) 

Claudio Monteverdi | Der Revolutionär | concerti.de

http://conquest.imslp.info/files/imglnks/usimg/9/99/IMSLP297501-PMLP372690-Monteverdi_-_Lamento_d’Ariana,_et_con_due_Lettere_Amorose_(1623).pdf

Lamento D’Ariana, 1608 (Monteverdi)

Claudio Monteverdi: Die neue Vierfaltigkeit | ZEIT ONLINE

https://www.zeit.de/2015/39/claudio-monteverdi-oper-larianna-rekonstruktion

Legendäre L’Orfeo Aufführung unter Nikolaus Harnoncourt

Oper: Monteverdi in Zürich: Höfische Fanfaren im Mao-Look | ZEIT ONLINE

https://www.zeit.de/1976/04/hoefische-fanfaren-im-mao-look

Über uns – CONCENTUS MUSICUS WIEN

Claudio Monteverdi (* 15.5.1567, Cremona; † 12.11. 1643, Venedig) gilt als Erfinder der Oper und Erneuerer der Vokalmusik an der Stilgrenze zum Barock. Als Sohn eines Arztes studierte er zunächst in Cremona beim Kantor der Kathedrale Marc Antonio Ingegneri und arbeitete von 1590 an als Violaspieler in Mantua. Auf einer Reise durch Flandern im Gefolge des Herzogs von Manua lernte er den französischen Gesangsstil kennen und verglich ihn mit der Kunst der in seiner Heimat üblichen Madrigalgestaltung. Die italienische Schule hatte es auf dem Gebiet der klanglichen Ausformung zu einer derartigen Perfektion gebracht, dass der Inhalt der Texte weitgehend in den Hintergrund getreten war. 

Für Monteverdi war das ein künstlerisches Missverhältnis, das er mit den Mitteln der Komposition ausgleichen wollte. Im Vorwort zu „Scherzi musicali“ (1607) formulierte er daher einen neuen Grundsatz der musikalischen Gestaltung, der den bisherigen strengen Regelwerken des Madrigals eine „Seconda practica“ gegenüber stellte, in der die Vollkommenheit der Melodie in den Mittelpunkt gestellt wurde. Das bedeutete aber, dass der Text als deren wesentlicher Bestandteil zum Herrscher über den Tonsatz wurde. Als Beispiel dafür präsentierte Monteverdi am 24. Februar 1607 in Mantua seine „Favola in musica“ mit dem Titel „L’Orfeo“, deren Handlung im mythologisch bildlichen Sinne seine Vorstellungen verdeutlichte. Denn in dieser Sage gelang es Orpheus kraft seines Gesangs, sowohl den Fährmann ins Totenreich als auch dessen Herrscher dazu zu bewegen, die verstorbene Frau zumindest für Momente wieder freizugeben. 

Claudio Monteverdi setzte der Polyphonie der Renaissance die Kraft des Sologesangs, die so genannte Monodie, entgegen. Der „L’Orfeo“ wurde damit zum Ausgangspunkt der Oper, die in der Nachfolge dieses Startschusses europaweit schnell an Beliebtheit gewann. Monteverdi komponierte außerdem zahlreiche Canzonetten, modifizierte den Madrigalgesang hin zum generalbassbegleiteten und solistische Madrigal und beeinflusste damit nachweisbar die europäische Kunstmusik von Heinrich Schütz bis hinein in die Moderne eines Carl Orffs. Zu Monteverdis späteren Opern zählen „Il ballo delle ingrate“ (1608), „Il ritorno d’Ulisse in partia“ (1640) und „L’incoronazione di Poppea“ (1642).

LE Nuove Musiche …„ Drei Dinge muss derjenige wissen, welcher den schönen Sologesang mit Affekt praktiziert. Das sind der Affekt, seine Vielfalt und „la sprezzatura“ , die Lässigkeit des Gesang.“…

Giulio Caccini: Italienischer Komponist des Frühbarock | Alte Musik | BR-KLASSIK | Bayerischer Rundfunk

https://www.br-klassik.de/themen/klassik-entdecken/alte-musik/stichwort-giulio-caccini100.html

Panegazza Consort Ulm – Alte Musik Neu Interpretiert

Zitat aus der-theaterverlag.de

Berio ist der Caccini für heute

Der Bassbariton Nicholas Isherwood hat ein brillantes Kompendium über Vokaltechniken in der Neuen Musik geschrieben…

…Dass es eine unendliche Zahl anderer stimmlicher Ausdrucksmittel und spezieller Effekte gibt, ist Gegenstand einer faszinierenden Studie von Nicholas Isherwood: «The Techniques of Singing» – «Die Techniken des Gesangs». Isherwood geht von einer bemerkenswerten Prämisse aus: Jeder «Spezialist für zeitgenössische Musik» müsse in der Lage sein, auch Musik früherer Jahrhunderte überzeugend zu singen. Der amerikanische Bassbariton hat denn auch nicht nur die Partie des Luzifer in den Uraufführungen von «Montag», «Dienstag» und «Freitag» aus Karlheinz Stockhausens siebenteiligem «Licht»-Zyklus gesungen, sondern zentrale Partien in Opern von Monteverdi, Marais, Händel, Porpora, Messiaen und Viktor Ullmann.  


Photo by alex bracken on Unsplash

H028 Uraufführungen

Musik will gehört werden

Bei dieser Uraufführung freut sich Elisabeth als Zuhörerin dabei sein zu können, die Oper Wind von Alexander Moosbrugger.

https://bregenzerfestspiele.com/de/programm/wind

Auf diese Uraufführung freut sich Elisabeth  als Cokomposer und Interpretin aktiv sein zu können, ein Auftragswerk des Festival für zeitgenössische Musik in Ried im Innkreis Hörsturm http://hoersturm.at/ mit dem Duo RecorderRecorder https://recorderrecorder.wordpress.com/  in Kooperation mit der Innviertler Künstlergilde.

Elisabeths Konzertdiplom Blockflöte in Zürich 19. Dezember 2000 mit Uraufführungen – Ihre ersten Erfahrungen damit – Erinnerungen dazu

Ein Uraufführungswerk war re j.j.j. von Georg Nußbaumer

Horch! Livemitschnitt der UA re j.j.j. bitte 03 re J.J.J. mp3 einspielen

Uraufführungen mit dem Duo Recordronik unter anderem …

Tinnitus oder dist[oːɐ̯]tion für 1 Grossbass- 1 Subbass- 2 Alt-blockflöten und Elektronik 

dem Duo Recordronik gewidmet, UA im Rahmen des 

Kurzkonzertes emotional soundmap 

Neue Musik, 1. April 2011, 19.00 Uhr, Kulturschloss Traun

Horch! Tonstudien Flageolett als Arbeitsfeedback für den Komponisten. Bitte mp3 Flageolett und mp3 Flageolett 2 einspielen.

Fragen an den Komponisten Periklis Liakakis zur Partitur des Stückes und seine Rückantworten…

Hallo Elisabeth! 

so, jetzt endlich kann ich dir schreiben. Also:

Elisabeth:

Sind die Ligaturen Artikulations oder Phrasierungsligaturen, oder im Ermessen des Interpreten?

Periklis:

Die Ligaturen sind als Artikulations Ligaturen gedacht, aber ich gebe gleich zu, manche sind irrsinnig lang! 

Daher würde ich vorschlagen: spiele diese die länger sind so wie sie dir besser passen 🙂 d.h. atme dort wo 

es weniger auffällig ist. ABER, eine Stelle wie z.B. t. 24 ist einfach tenuto zu spielen (Repetitionen).

Manchmal ist nicht ganz klar, ob ein Vorhalt  auch ein 1/4Ton tiefer sein soll, oder nicht, z.b. Takt 8 das G.

Danke! Sind jetzt ausgebessert (hoffe ich alle!) 

Takt 35 und 37 haben die gleiche Figur einmal nicht gebunden, einmal gebunden? Absicht?

Nein, ich hab’s einfach vergessen. :-))))) Ist jetzt korrigiert!

Die Voice Stimme liegt meistens unter der Instrumentalstimme, zumindest habe ich bis jetzt noch nie ein Stück gespielt, wo es umgekehrt war, das Auge fällt leichter nach unten als nach oben beim Lesen – aber, vielleicht kommt dadurch etwas “anderes” zustande? 

Die schreibe ich immer je nachdem wo sie klingt (drüber oder drunter) aber ist jetzt wie du sie magst.

doppeltes # (ich habe kein Zeichen dafür) ist ein 1/4 Ton höher als Dis (Takt 140)?

Ja!

Takt 185 der Schleifer mit a oder ais?

Mit a.

Die Artikulation ab Takt 207 sempre staccato oder nur an den angezeigten Tönen? also abwechselnd mit portato? 

Mir wäre es lieber die angezeigten Töne staccato zu machen, damit sich ein Kontrast ergibt. Es betrifft immer die normalen 16tel; sie spielen sich immer 

im Gegensatz zu den Triolen des Subbasses.

Die Glissandi mit den Klappen auf dem Bass kommen nicht so deutlich, wie du wahrscheinlich hören möchtest, am Besten geht das mit einem Ton, der nur mit der Linken Hand zu greifen ist, und mit der Rechten am Labium glissandiert, oder eben eher schwach.

Wenn ‘s nicht mit Labium gliss geht, dann einfach andeuten, (diese Stelle habe ich am meisten gefürchtet…)

Ihr kriegt bald von mir auch noch die Elektronik, sowohl als auch eine mp3 mit Sibelius-Blockflöten UND Elektronik. 

Lieben Gruss

Periklis

P.S. Ihr kriegt bald auch eine Version mit Sekundenangabe, falls ihr das Stück mit Stoppuhr spielen wollt.

Auch das kommt vor:

Ungehörte Kompositionen , abgesagte Uraufführungen wie das  Ulmer Oratorium

https://de.wikipedia.org/wiki/Ulmer_Oratorium

verspätete, verschobene Uraufführungen wie “Erlöst Albert E.”, eine Einstein-Oper am Ulmer Theater

https://www.swp.de/suedwesten/staedte/ulm/_treibgut_-des-donaufests-18384593.html

Antwort von Iris Lichtinger https://www.irislichtinger.com/ auf Elisabeths Fragen zu Erfahrungen und Erlebtem mit Uraufführungen:

Liebe Elisabeth,

…grundsätzlich liebe ich an Uraufführungen das Gefühl ein völlig unberührtes Feld betreten und prägen zu dürfen, vergleichbar den ersten Spuren im frischen Schnee. Meistens ist der Komponist anwesend, das ist auch überaus wichtig für die Motivation, Feedback und Spannung. Ein einziges Mal ist es mir  passiert, dass ich ein mir angetragenes Werk nicht uraufgeführt habe, weil sich sein Sinn mir nicht eröffnete. Zwei sehr besondere Uraufführungen gab es letzten Herbst -Winter 2019 für  mich: einmal die MOZART-FRAGMENT E von Enjott Schneider, dem MEHR MUSIK! Ensemble gewidmet, bei dem mein eigener Sohn Lysander den Knabensolo-Part hatte. https://www.enjott.com/werke/mozart-fragmente/ MOZARTFRAGMENTE_UA_Snap1 -4

Das zweite, recht spektakuläre war die Silly Symphony https://www.mozartstadt.de/de/veranstaltung/festkonzert-zum-300-geburtstag-leopold-mozarts-christian-tetzlaff-augsburger für drei Solisten und Sinfonieorchester von Moritz Eggerthttp://www.moritzeggert.de/index.php?reqNav=news&lang=en , zum großen Mozart-Festjahres -Beschluss in der vollbesetzten Augsburger Kongresshalle.Mit dem Komponisten selbst an der Seite den  Solopart zu spielen war schon klasse. Moritz hat drei Minuten bevor es auf die Bühne ging mir noch seine Wünsche bzgl einer Vogelpfeifen-Stelle  angetragen.

H027 Paetzold Bassblockflöten

Urversion https://www.blockfloeten-museum.de/blockfloeten/paetzold-herbert/eckige-blockfloeten/Urversion.html

Im März 1975 eröffnete Herbert Paetzold in München (zusammen mit seinem Bruder?) einen “Spezialladen für Blockflöten und Cembali”, den er bis 1978 betrieb. Sein Onkel Joachim Paetzold machte ihm den Vorschlag, eine Bassblockflöte, nach dem Vorbild rechteckiger Holzorgelpfeifen, zu bauen und unterstütze ihn dabei.

H027 Paetzold Bassblockflöten weiterlesen

H026 Neue Töne an der Donauquelle

Donaueschinger Musiktage 2019 am Sonntag 20. Oktober 2019

Die Donaueschinger Musiktage sind ein jährlich von der „Gesellschaft der Musikfreunde“, dem Südwestrundfunk und der Stadt Donaueschingen in den Donauhallen und anderen Orten in Donaueschingen veranstaltetes Festival für zeitgenössische Musik, das jeweils am dritten Oktoberwochenende stattfindet. Es besteht in der Regel ausschließlich aus Uraufführungen und gilt international als eines der wichtigsten Festivals für Gegenwartsmusik. Derzeit wird es gefördert durch das Land Baden-Württemberg, die Kulturstiftung des Bundes und die Ernst von Siemens Musikstiftung. Seit einigen Jahren werden alle Konzerte live im Kulturprogramm SWR2 des Südwestrundfunks und im Internet übertragen. – (Wikipedia)

Elisabeth war dort.

Anfahrt nach Donaueschingen mit der Deutschen Bahn: Zuspielung am Ende der Episode.

Das älteste und traditionsreichste Festival für Neue Musik weltweit – der Bahnhof hat auch schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel.

Foto: Unterführung Bahnhof / Elisabeth Haselberger

Erste Eindrücke von Elisabeth vor Ort 

Konzert 9 – Donauhallen, Mozart Saal  11:00 Uhr mit dem Ensemble Intercontemporain, Dirigent: Matthias Pintscher

1. Stück von Nina Šenk, T. E. R. R. A. II für Ensemble

Horch! Min 2:00 – 11:44 beim folgenden Link:

https://www.swr.de/swr2/musik-klassik/Donaueschinger-Musiktage-2019-Konzert-9-Ensemble-Intercontemporain-Matthias-Pintscher,domt-19-10-20-konzert9intercontemporain-100.html

Uraufführung, Kompositionsauftrag des Ensemble Intercontemporain und des SWR. Sanfter Einstieg in meinen Festivaltag. Absehbares oft Gehörtes , kleine Überraschungen und nette Wendungen …. braucht es solche Stücke noch? Komponistin jung und zierlich…

2. Stück von Pierre-Yves Macé, Rumorarium für Ensemble Deutsche Erstaufführung

Horch! Min 23:06 – 33:00 beim obigen Link.

Gespielt wird aus Papiernoten, es klingt ein anderes Stück im Hintergrund mit, Zuspieler wie aus Reinigung-Dampfmaschinen uä…, nette Anspielungen auf romantische südamerikanische Genres und Kletzmer, humorvoll, warmherzig auch Mut zu Romantik , „ZiGong“  Einsatz musste nicht unbedingt sein… Für das Eintrittsgeld eine Menge guter Ideen eingekauft… hätte für weniger Geld auch weniger Musik genommen, musikalische Portion etwas zu groß, Applaus, ehrlich und herzlich. Komponist jung klein und zierlich…

3. Stück von Beat Furrer, Neues Werk für Klarinette und Ensemble

Horch! Min 1:02:30 – 1:07:30 beim obigen Link

Uraufführung, Kompositionsauftrag des Ensemble Intercontemporain und des SWR  nur 1. Satz uraufgeführt, Klarinettist vom Ensemble für den ursprünglich vorgesehenen Solisten eingesprungen , Komponist nicht anwesend , was hat das zu bedeuten? Gerüchte… Altmeisterstück mit Erfolgsgarantie Ästhetik , begeisterter Applaus für den Einspringer! Wieder Umbau… 

4. Stück  von Johannes Boris Borowski. Allein für Ensemble mit Elektronik

Horch! Min  01:15:00 – …1:26:00 beim obigen Link

Uraufführung, Kompositionsauftrag des Ensemble Intercontemporain und des SWR. Borowski heißt auch ein Tatort Kommissar… Solobratsche und 2 Kommentatoren an den Hörnern , Quinten Quarten Oktaven zentrale Motive aus Obertonreihe ? und Verfremdungen davon, nette Interaktionen , auch Witziges, Applaus erst höflich, dann lange, Ensemble sehr sympathisch. Glücklicher Komponist, jung und klein…

Museum Art.Plus Donaueschingen

https://www.swr.de/swrclassic/donaueschinger-musiktage/Videoblog-Donaueschinger-Musiktage-2019-Samstag,videoblog-domt-samstag-100.html

Minute 0:02:35-03:07 Video zur folgenden Installation

Mit ihren “sound activated drawing machines” lässt die kanadische Künstlerin Angela Bulloch einen Zeichenapparat Musik hören. Die Gemälde entstehen als Reaktion auf das Gehörte. Während dem Betrachter die Musik vorenthalten bleibt, wird er Zeuge davon, wie sich Musik visualisiert. 

Eindrücke von Elisabeth vor Ort: Erschließt sich für mich leider nicht, bei einer Installation war am Sonntag die Maschine außer Betrieb, bei der anderen konnte man die Musik nicht hören, müder Maschine beim Zeichnen zusehen…

Alte Hofbibliothek

https://www.swr.de/swrclassic/donaueschinger-musiktage/Videoblog-Donaueschinger-Musiktage-2019-Samstag,videoblog-domt-samstag-100.html

Minute 01:55-05:08 Video zur folgenden konzertanten Installation

Marko Ciciliani, Live-Elektronik Davide Gagliardi, Klangregie Marko Ciciliani, E-Violine Barbara Lüneburg, Barock-Violine Susanne Scholz

Anna & Marie, Konzertante Installation Uraufführung, Kompositionsauftrag des SWR Und IEM Graz. Positiv: ein  Setting mit Sitzkissen, Musiker spielen von iPads, Einführung !!! 

Musikerinnen in weiß !!! Instrumentalspiel nicht so überzeugend , Elektronik Sounds passen gut zu den Visuals , Geschichte der beiden Künstlerinnen per Headphone, mir zuviel noch eine Ebene , klanglich phasenweise an der Schmerzgrenze, hohe dichte dissonante Klangflächen , musikalisch nicht so überzeugend , Idee toll, Videos beeindruckend , kurzes Gespräch mit dem Komponisten, ästhetisches Überangebot ans Publikum beabsichtigt , selbstwählend den Focus der Wahrnehmung, das ist sympathisch antizipativ!

Konzert 11 Sonntag, 20.10.2019, 17 Uhr | Baar-Sporthalle Abschlusskonzert

Mike Schmid, Flöte, Eva Reiter, Susanne Fröhlich, Paetzold-Flöte, Hermine Deurloo, Mundharmonika, Deutscher Kammerchor und SWR Symphonieorchester, Dirigent: Tito Ceccherini

1. Stück von Eva Reiter 

WÄCHTER für Bassflöten und Rohrorchester Uraufführung, Kompositionsauftrag des SWR 

Horch!  Min 1:50 – …und 9:30 – unter dem folgenden Link

https://www.swr.de/swr2/musik-klassik/Musik-Donaueschinger-Musiktage-das-Festival-fuer-Neue-Musik,donaueschinger-musiktage-108.html

Konzert in der Sporthalle!! – cooles Stück, zeitgemäße Ideen, verlangt einiges vom Orchester, Kollektiv zwangsläufig , Paetzold Sounds kennt man, Technik einerseits rudimentäre Instrumente andererseits, gute Kontraste im Performativen!!!!! Schlagzeug Solo nicht ganz schlüssig , etwas kürzer wäre auch ok. Komponistin eine der Blockflöten Solistinnen. Komponistin gross und modern…

2. Stück von Lidia Zielińska 

Klangor für Orchester Uraufführung, Kompositionsauftrag des SWR in Zusammenarbeit mit dem Adam Mickiewicz Institut

Horch! Min 57:13 – …1:04:30 – beim obigen Link

Klangor bedeutet im Polnischen auch das Geräusch losfliegender Kraniche – Todessehnsucht suggerierend…Eher hochromantische Auffassung von OrchesterKlang , Perkussionsinstrumente leicht afrikanisch angehaucht, leider auch einiges vorhersehbares, Allerweltsgesten ,Applaus mäßig , Orchester und Leidenschaft ? Wie geht das zusammen ? Ausdruck der Musiker oft Arbeitshaltung… Ekstase wäre auch möglich, Kollektive Ekstase oder eine andere Haltung , wie klänge das ? Komponistin groß und reifen Alters…

3. Stück von Saed Haddad 

Melancholie für chromatische Mundharmonika und Orchester. Uraufführung, Kompositionsauftrag des SWR in Zusammenarbeit mit der Eduard Van Beinum Stichting

Horch! Min 1:18:45 – …1:26:26 – … beim obigen Link

Solistin mit roten Schuhen und Glitzerkleid , Mädchen Frisur, Anklänge an Filmmusik , Solistin relativ ausdrucksneutral , Klassiker wie Englischhornsolo , Mundharmonika zu wenig experimentell bzw. keine erweiterte Spieltechniken…schade ist ein cooles Instrument auch verstärkt. Komponist groß und mittelalt…

4. Stück von Jürg Frey. Neues WerkElemental Realities für Orchester Uraufführung, Kompositionsauftrag des SWR

Horch! Min 1:36:18…1:45:15… beim obigen Link

3. Start in Folge mit gleicher Idee und Klangästhetik – wird konsequent fortgetragen , bleibt lange ruhig flächig fließend , harmonisch unaufgeregt , leicht traurig und abgeklärt aber nicht resignativ , nebenbei verliert sich die Zeit , alt werden wie nebenbei …Generalpause dann etwas wie Antiklang kurz vor dem Nichtklang …. es geht weiter ich muss zum Zug!!!! Kann gut nachklingen auf dem Weg …

Horch! Abschlussdiskussion beim folgenden Link:

https://www.swr.de/swr2/musik-klassik/Donaueschinger-Musiktage-2019-Abschlussdiskussion,domt-19-10-20-abschlussdiskussion-100.html

Vorausschau 027 Die viereckigen Paetzold Bassblockflöten

H025 Schönheit in der Musik

Episode 025 Oh’wie schön! Von der Schönheit in der Neuen Musik

Begriff Schönheit geprägt durch Kultur, Gewohnheit, Erziehung, Erfahrung, Wertesystem, Sicherheit, …

Wir hören lesen bespreche  und suchen nach den eigenen Schönheitsbegriffen…

———————————————————————

Japanische Keramik: Von der Schönheit des Unperfekten

NZZ Artikel 15.1.19 „Das Geheimnis von der einen Teeschale…“

https://www.nzz.ch/feuilleton/kopie-von-das-geheimnis-verbirgt-sich-manchmal-auf-dem-schwarzen-grund-einer-teeschale-ld.1449471

Horch!

Yasuko Yamaguchi / Pakaris in der Ruine for trombone and piano (2016) 

——————————————————————————————

Beauty broken – Neue Musik im Stadthaus Ulm 

https://stadthaus.ulm.de/beautybroken

Horch!

Clara IannottaThe people here go mad. They blame the wind.

———————————————————————————————————————

“open your ears”: Schönheit von innen – Kultur – Tagesspiegel

https://www.tagesspiegel.de/kultur/open-your-ears-schoenheit-von-innen/196344.html

Horch!

M Y T H O S DES NORDENS IN DER MUSIK – NORDISCHE SCHWÄNE – BOTEN DES LICHTS 

Jean Sibeliushttps://www.youtube.com/watch?v=bYpNylVgwhQ

Horch!

Kalevi Aho “Symphony No.16” ~ for 60 strings, 4 percussionists & mezzo-soprano https://www.youtube.com/watch?v=OmwbH5j1NT0

Der finnische Komponist Kalevi Aho – Balladen des inneren Lebens

Kalevi Aho “Symphony No.16” ~ for 60 strings, 4 percussionists & mezzo-soprano – YouTube

———————————————————————————————

Schönheit für Fortgeschrittene | Ausgabe: 4/18 | nmz – neue musikzeitung

https://www.nmz.de/artikel/schoenheit-fuer-fortgeschrittene

Horch!

Markus Stockhausen – OUT OF THE BLUE – concert with Intuitive Music and More 

———————————————————————————————

Verwandte Episoden mit überschneidenden Inhalten

Episode 016 https://www.horch.xyz/h016a/  https://www.horch.xyz/h016b/

Tonalität versus Atonalität – über schöne Tonabstände und ungewohnt Tonfolgen

Episode 07 Der Fluch der schönen Töne https://www.horch.xyz/h07/

Vorausschau Episode  026 sehr wahrscheinlich Donaueschingen – neue Töne an der Donauquelle oder Uraufführungen – Musik will gehört werden

H024 Sport und Musik

Episode 024 Sportliche Stücke – und musikalische Sportarten 

Training für Neue Musik

Zungenmuskel, Atemmuskulatur, Fingermuskulatur, Rückenmuskulatur, Armmuskulatur, Konzentrationstraining , Ausdauertraining, Körperhaltung,…

LIVE! Blockflöte Solo – ein paar Atemzüge aus Weisser Flugversuch #3 (o&w wright) Georg Nussbaumer 1996

BGNM Festival Sportstücke

http://www.neuemusikundsport.de/

„…der Aufprall eines Basketballs auf dem Linoleum, das Schleifen der Schlittschuhe auf dem Eis, der dumpfe Aufprall des Boxhandschuhs in der Magengrube des Gegners. Jede Sportart verfügt über ein Repertoire an Klängen, die dem Spiel mehr als nur einen Rhythmus verleihen, sondern die es regelrecht orchestrieren.“

(Björn Gottstein / „Sport hören“ Feature WDR 2005 )

“sportstücke – Neue Musik im Dialog”



Skater, Drummer, Streicherinnen: Ein Tag beim Acht Brücken Festival in Köln | nmz – neue musikzeitung https://www.nmz.de/online/skater-drummer-streicherinnen-ein-tag-beim-acht-bruecken-festival-in-koeln Lea Letzel 2 Second Manual III – Ein Konzert mit Skateboards ( 2015) http://www.lealetzel.de/2-second-manual/ https://www.soloskatemag.com/2-second-manual-iii-ein-konzert-mit-skateboard
Vito Zuraj: Top Spin for percussion trio (2011/2015)  https://vimeo.com/202617541
Tischtennis ist Musik – Bad Blog Of Musick – nmz Klassik-Blog https://blogs.nmz.de/badblog/2012/01/26/tischtennis-ist-musik/ …Tischtennis ist die musikalischste und feinste Sportart. Es gibt Spieler … die beim Aufschlag kräftig mit dem Fuß auf den Boden treten, damit man die Art der Rotation nicht hört!… Trifft man einen harten Ball wirklich perfekt, dann klingt das auch entsprechend lieblich. Sowohl auf dem eigenen Schläger – als auch auf der Platte. Ein Kantenball ist Glückssache – und klingt nicht besonders schön…. Ein Nebeneffekt des „Frischklebens“ von Tischtennis-Belägen direkt vor dem Match ist ein spezieller, voller, lauter Klang, mit dem der Ball vom Gummibelag abspringt. Ein nicht ungewolltes, sondern ästhetisch ansprechendes Phänomen…Da das „Frischkleben“ seit dem 1. September 2008 verboten ist, behelfen sich einige Hersteller damit, dass sie erlaubte Beläge mit einem speziellen „Sound“ anbieten, der dem Frischklebe-Sound nahe kommen soll. Das, was man am „Frischkleben“ vermisst, ist offenbar auch schlichtweg der satte Klang. Crazy Amateur Topspin Rally – Super Tischtennis Ballwechsel aus der Oberliga  https://www.youtube.com/watch?v=ObhvTKdf8bA

Georg Nussbaumer

Acht Bilder des Heiligen Sebastian, ein Cello, ein Bogen und zahlreiche gefiederte Pfeile. Tristan und Isolde, «Wagners rasendste Erforschung des Flüssigen» (Susan Sontag), als Miniatur-Drama rund um das Ertrinken, Versinken, Untertauchen und die Luft des Atmens und des Singens. Eine Mozartsängerin und eine zart schmelzende Mozartkugel. Der österreichische Komponist Georg Nussbaumer sorgt gemeinsam mit einem Bogenschützen, einem Apnoetaucher und einer Sopranistin während der rainy days 2015 dafür, dass der Begriff «Spannung» auch einige ungewöhnliche Lesarten erfährt.

georg nussbaumer: Tristan und Apnoe

Georg Nussbaumer: Bogenübung. Die Pfeile des Heiligen Sebastian 

https://de-de.facebook.com/philharmonie/videos/georg-nussbaumer-bogenübung-die-pfeile-des-heiligen-sebastian/10153798151828384/

Episodenfoto: Photo by Harley-Davidson on Unsplash

H013 Immer gut gestimmt?

EPISODE 013   

Das wohltemperierte oder verstimmte? Klavier

Stimmen übers Stimmen

„…Das Klavier gehört wieder gestimmt…Es stimmt nicht mehr richtig…Morgen kommt der Klavierstimmer….Wann wurde es zuletzt gestimmt?….Das ist schlecht gestimmt…Das Klavier kann man nicht mehr stimmen…“

Die Klavierstimmung ist wichtig – manche Menschen stört ein schlecht gestimmtes Klavier überhaupt nicht, manche Menschen finden sogar ein gestimmtes Klavier falsch gestimmt, es gibt Komponisten die stimmen ein Klavier extra anders als gewöhnlich, der Klavierstimmer, ein versteckter Mitarbeiter der Starpianisten und überhaupt, ein Handwerker- ein Musiker.

H013 Immer gut gestimmt? weiterlesen

H010 Wuff. Zack. Strich. Farbe. Textur. Grafische Notation!

In dieser Episode sehen wir uns mal. Elisabeth ist nach Wien gekommen um uns in die Geheimnisse der Grafischen Notation einzuführen. Eigenständige Kunstwerke entstehen. Sie zeigt es in einer Live-Analyse des Hundebellens vom Lothar seinem Hund. In einem Interview erzählt Elisabeths Tochter Josefine von ihrer Arbeit an der Niederschrift von Vogelstimmen. Und insgesamt kriegt man ein schönes Bild, dass Notation so ein ziemlich bisschen mehr ist als das, was wir von Entfernung davon glauben.

H010 Wuff. Zack. Strich. Farbe. Textur. Grafische Notation! weiterlesen

Vorbereitung zu H05 Schmerzgrenzen

Hörlink (01:20 min)

YouTube: Galina Ustvolskaya – Composition №2 (21:37 min); Link zum Wikipedia-Eintrag der Komponistin

Ihr Werkkatalog ist überaus konzentriert, ihre musikalische Botschaft lapidar und kompromisslos. – sikorski.de

YouTube: Galina Ustvolskaya: Scream into Space / Уствольская: Возглас во вселенную (33:32 min)

Interview mit Periklis Liakakis