014 Mikrotonalität

Von minimalen Tonabständen

Verwandte Episoden 013 und 04

HORCH! live

Tenorblockflöte

Nr. 6 aus FRAGMENTE (1968) von Makoto Shinohara

Renaissance Blockflöte in G

Nr. V aus 11 fragile giochi della notte (2000) von Nadir Vassena

HORCH! link

Georg Friedrich Haas

Mikrointervalle und Obertöne

Georg Friedrich Haas im Gespräch mit SWR2 Musikredakteur Bernd Künzig zu Ivan Wyschnegradsky und “limited approximations”

https://www.swr.de/swr-classic/donaueschinger-musiktage/programme/2010/werke/mikronintervalle-und-obertoene/-/id=6417776/did=6918242/nid=6417776/z888iz/index.html

limited approximations (Konzert für 6 Klaviere im Zwölfteltonabstand und Orchester)

HORCH! link

Donald Bousted

https://soundcloud.com/donaldbousted/five-quarter-tone-pieces-for-solo-recorder-no-1

https://www.tutti.co.uk/sheet-music/five-quarter-tone-pieces-donald-bousted-recorder-DOBOD-DBMD13-D11

5 Quarter-Tone Pieces (1997) are advanced solo pieces written for Alto and Tenor recorders. Numbers 1 and 3 have been performed several times by Rachel Barnes, who premiered both at the British Music Information Centre. They are intended as a full and comprehensive example of fully structured quarter-tone writing for the recorder and, as such, follow on from the publication ‘The Quarter-Tone Recorder Manual’ (Moeck publications). 18pp. Duration 18 mins.

V O R Z E I C H E N EXTENDED HELMHOLTZ-ELLIS JI PITCH NOTATION

für die natürliche Stimmung konzipiert von Marc Sabat und Wolfgang von Schweinitz

http://www.marcsabat.com/

BLOG link

https://microtonalprojects.com/microtonal-projects/

Mikrotonale Musik

aus: Österreichisches Musiklexikon

Musik, deren wesentliches Merkmal in der Verwendung von Tonstufen besteht, die kleiner als der temperierte Halbton sind. Die Minimalisierung der Tonhöhen erreicht mit der Fähigkeit des menschlichen Gehörs, Tonhöhen zu unterscheiden, eine natürliche Grenze (Hörgrenze ca. 6 Cent).

Von Mikrotönen zu sprechen ist nur möglich, wenn sie in Bezug zueinander, zu anderen Tönen oder Tonsystemen stehen. Als Bezugssystem gilt allgemein das geläufige gleichstufig-temperierte System (Stimmton/Stimmung); Abweichungen davon werden als „mikrotönig“ oder „feinstufig“ betrachtet. Da ein Einzelton nicht als „Mikroton“ definiert werden kann, wurde vorgeschlagen, den Begriff „Mikrointervallik“ einzuführen (Walter Gieseler). „Ultrachromatik“, nach Ivan Wyschnegradsky „die äußerste Chromatisierung des Tonraums, die über die einfache Teilung des Halbtons in Vierteltöne hinausgeht, und auf Kompositionen, die auf solchen Kleinst-Intervallen beruhen“, konnte sich als Begriff nicht durchsetzen – es blieb bei der Bezeichnung „mikrotonal“, auch wenn diese mit einer Tonalität im klassischen Sinn in keiner Weise in Verbindung zu bringen ist, selbst wenn sich tonale Beziehungen in jeder Art von Klangstruktur nicht mehr leugnen lassen und der Begriff „Atonalität“ deshalb als veraltet angesehen werden muss.

Mehr darüber – umfassender Artikel – zu finden in: http://www.musiklexikon.ac.at/ml/musik_M/Mikrotonale_Musik.xml

Link: Internationale Gesellschaft für Ekmelische Musik


Episodenbild: Photo by Matt Artz on Unsplash

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